Nils: Ich führe Menschen und Bücher

Guten Tag, mein Name ist Nils, ich bin 38 Jahre alt und ein guter Typ. Das mit dem guten Typen sagen jedenfalls alle, die mich kennen. Fast alle. Aber das tut nix zur Sache! Man kann mich buchen! Buchen? Ja, so sieht’s aus! Buchen für was? Für persönliche Touren durch […]

Das Deutsche Theater muss überleben

Wenn ich donnerstagabends mit meiner interkulturellen Aktivistengruppe vorm „denn’s Biomarkt“ in der Schanzenstraße Flyer für unsere Veranstaltung „Schafe schächten im Hobbykeller für Veganer*innen“ verteile, denke ich mir nichts, dir nichts gern kurze Szenen für die Theaterbühne (ausdrücklich nicht fürs Hoftheater!) aus. Zum Beispiel: Die Unmöglichkeit des Scheiterns eines Zynikers an seinem […]

Der Schriftsteller: Einschlag

Liebe Leserin, lieber Leser, guter Mensch, ich freue mich nun sehr – und dieser Zustand ist von Dauer, konserviert über die Zeiten, die das digitale Zeitalter überdauert, unsterblich soll ich sein, im Äther des Binären, der Zweideutigkeit! Ja, ich freue mich, hier – ohne Teaserfoto – einen Text aus 2014 […]

Der Schriftsteller: Der alte Mann und sein letzter Schuss

Der alte Mann und sein letzter Schuss Weiß bestäubt die Gischt schwarze Felsen. Weiß sprenkelt die Wolle grüne Hügel. Wetter gibt den Takt vor. Der menschliche Makel trägt Northface-Jacken im Partnerlook und versinkt still und leise im Torf. Der alte Mann leert das Glas Whiskey in einem Ruck. Sein kehliges […]

Der Schriftsteller: Wie ich mal dem Nichts begegnete

Wie ich mal dem Nichts begegnete Wenn das Nichts an Bedeutung gewinnt, verliert alles seine Bedeutung. Wenn das Nichts alles bedeutet, ist nichts mehr von Bedeutung. Das Nichts ist eine große schwarze Katze oder ein Wesen, das einer großen schwarzen Katze ähnelt. So genau kann und will ich mich da […]

Der Schriftsteller: Schafe auf dem Friedhof

Nils – und das glaubt mir ja kaum einer – ist ein passabler Schriftsteller. Als Beleg soll diese Kurzgeschichte dienen, die vor einigen Tagen in einem kleinen Bed & Breakfast in der absoluten Abgelegenheit Mayos entstanden ist. Es regnete, das Irish Pale Ale schmeckte, der Poitín wärmte, die Muse küsste. […]